italienischer Wasser- und Trüffelhund
Der Italienische Trüffelsuch- und Wasserhund
Lagotto Romagnolo
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„ über uns“ 

Beretta in den Hundehimmel geschickt werden. Ich denke auch gut so, so bin ich wenigstens ihr alleiniger Liebling. Aber sie erwähnt Beretta immer wieder, weil wir so grundverschieden seien. Sie Französin, ich Italiener, sie gross und lange schwarze Haare, ich 2 Stockwerke kleiner und mit weissen Locken.
 Ja und nun zu mir. Da die Meisterin immer noch die alten Probleme mit Ihrem Rücken hatte, sagte sie zu Beretta, dass sie einen kleineren Spielkameraden bekäme, sie müsse sich noch erkundigen. Als sie eine Hundezeitschrift durchlas, machte es plötzlich KLICK bei ihr und sie wusste, es musste ein Lagotto Romagnolo sein. Also hatte sie bei meiner damaligen Züchterin, Frau Maya Mächler in Frutigen angerufen ob sie mal vorbeikommen könne um die Lagotti anzusehen. Natürlich wollte sie gleich einen Welpen mitnehmen, aber da lag sie falsch. Frau Mächler wollte alles wissen von ihr warum und wieso und, dass man sich besser kennen lernen müsse. So verging ein Jahr bis ein Lagotto für meine Meisterin das Licht der Welt erblickte. Natürlich wollte sie wieder eine Hündin. Die seien viel anhänglicher und verschmuster. Aber nein, es war ein Rüde der meine Meisterin anlachte, das merkte sie aber zuerst gar nicht, weil sie sich in mich mit meinem orangen Monokel ums Auge verguckt hatte.
 Nun war guter Rat teuer.  Eine Kynologin, welche sie begleitete, sagte ihr einfach, nimm den, das ist der Richtige für dich. Das meinte dann auch die Züchterin und so wurde ich ein Mitglied der Kellerhals-Familie. – Als sie mich bei meiner Züchterin abholte hat sie extra ihr Patenkind und ihre Mutter mitgenommen, damit sie sich voll mir widmen könnte auf der Heimfahrt, dabei verschlief ich die ganze Reise. – Als wir zu Hause ankamen, musste ich mich zuerst umsehen wo ich war und ging auf Entdeckungsreise, auch war natürlich nach der langen Fahrt ein Bisi nötig. Da kam ein ganzes Menschenrudel und wollte mich begrüssen. Das machte mich erneut müde und ich schlief auf dem Schoss meiner Meisterin einfach ein.
 Zuerst durfte ich neben dem Bett meiner Meisterin schlafen, aber ab dem 3. Tag sagte sie, dass ich jetzt eine Aufgabe hätte und auf der Laube schlafen und das Haus bewachen soll. Widerwillig fügte ich mich. Dafür war es aber auch nicht langweilig, denn es kamen und gingen immer Leute auf der Strasse nebenan vorbei, welche ich zuerst begrüssen musste. Aber die gaben keine Antwort, also dachte ich, dass ich nur noch was sage, wenn die ganz nahe ans Haus kamen. Ich konnte bald unterscheiden, wer und welches Auto zur Familie gehörte und bei wem ich meine Stimme erheben musste. So wussten die im Haus immer, ob sie nachschauen kommen müssen oder nicht.
 Meine Meisterin ging mit mir in die Schule, wie gesagt so wegen Benehmen etc. und das hat uns so gefallen, dass wir es auch weiterhin machen, obschon ich schon Grosspapa und Jahrgang 1998 habe. Es ist so lässig mit den anderen 4- und 2-Beinern und so lange ich mag machen wir weiter.
 Wir haben vieles zusammen erlebt. Schönes und Trauriges. Schön ist, dass ich mit meiner Meisterin immer mit zur Arbeit darf, dort verpenne ich zwar die ganze Zeit, aber wir sind zusammen. Traurig war, als die Mutter meiner Meisterin starb, ich konnte es fast nicht ertragen und fing an ihrem Bett ganz eigenartig an zu weinen, wie mein Boss es meinte. Denn bei ihrer Mutter durfte ich  f a s t  Alles machen.
 Ein ganz unschönes Erlebnis hatte ich und mein Boss an Weihnachten 2005. Da war sie bei ihrem Bruder eingeladen und ich sollte das Haus bewachen. Hab ich doch gemacht und um Hilfe gerufen habe ich auch, aber sie konnte mich nicht hören. Da kamen fremde Leute ins Haus. Als meine Meisterin nach Hause kam, getraute ich mich gar nicht runter zum Bisi machen, die hatte bis dahin noch nicht geschnallt, dass da Leute im Haus waren, die nicht hingehörten. Also kam sie mich holen und da sah sie die Überraschung, alles ausgeräumt. Ich weiss nicht wer damals mehr schlotterte, sie oder ich. – Dann kamen Männer in Uniform und sahen sich die ganze Unordnung an, erst da fand ich meine Sprache wieder und verbellte sie, dass das ganze Quartier darüber erwachte.
 Wir 2 hatten damals lange ein ungutes Gefühl zu Hause, so, als wenn immer jemand einem über die Schulter schauen würde. Mit der Zeit haben wir das aber hingekriegt. Das Einzige was sich änderte. Ich hatte grosse Angst alleine auf der Laube zu schlafen und machte einen grossen Lärm. Also gestatte mir mein Boss, dass ich ab da ganz nahe neben ihrem Bett schlafen durfte.
 Ja, und jetzt kommt doch mein Boss und meint, dass wir uns doch noch einen Welpen zu uns holen könnten. Dann ist es vorbei mit der Ruhe, deshalb geniesse ich die Zeit bis es so weit ist.
 
So, nun ist mein Bericht doch etwas länger geworden, aber ich wollte Euch doch sagen wie’s so zu und her geht bei uns.
 
Livio da Tartòfla und Liliane Kellerhals

Meine Meisterin sagt ich soll mal was über uns 2 erzählen. Als 1. muss ich sagen, grundsätzlich ist sie der Boss, ausser sie ist gerade nicht da, da übernehme ich die Verantwortung, die mir aber auch schon mal zum Verhängnis wurde, aber dazu später.

 Sie erzählte mir, dass sie schon immer mit Tieren, und Hunden aufgewachsen ist. Als sie noch im Stöckli neben dem Bauernhof ihrer Grosseltern wohnte, waren da ja auch immer Hunde, welche Hof und Haus bewachten. Dann kaufte ihr Vater ein Haus im Dorf und da war es einsam im Haus, so ohne Tiere. Ihr Bruder und sie bettelten so lange, bis wieder ein Hund zu Hause war mit dem man spielen konnte.

 Damals war von einem Hundetraining weit und breit nichts zu sehen. Man erzog uns Hunde einfach so nebenbei. – Wäre mal ganz schön, das zu erleben. Wir werden, ja müssen erzogen werden sagt sie, weil andere Menschen uns sonst nicht lieben. Deshalb wird auf gutes Benehmen in allen Situationen bei uns geachtet. Das klappt ja auch mehr oder weniger gut.

 Meine Meisterin war viel unterwegs, sei’s in den Bergen, mit der Gymnastikgruppe oder mit der Volleyballmannschaft. Dann, plötzlich hatte sie arge Schmerzen im Rücken und konnte nicht mehr gehen. Da wurde sie operiert. Leider war das Ergebnis nicht so gut, aber sie konnte dafür wieder laufen ohne gleich auf die Schnauze (sorry, aber bei uns heisst das ja so) zu fallen. – Es wurde ihr langweilig und sie wollte einen eigenen Hund. Es war eine Briardhündin, die hiess Beretta (ist das nicht eine italienische Waffe?, Briards sind doch Franzosen oder?) Nun diese begleitete sie fast 13 Jahre und sie hatte gehofft, dass Beretta ihr helfen würde mich noch ein bisschen zu erziehen. – Aber eine Woche vor meinem Einzug musste Beretta in den Hundehimmel geschickt werden. Ich denke auch gut so, so bin ich wenigstens ihr alleiniger Liebling. Aber sie erwähnt Beretta immer wieder, weil wir so grundverschieden seien. Sie Französin, ich Italiener, sie gross und lange schwarze Haare, ich 2 Stockwerke kleiner und mit weissen Locken.

 Ja und nun zu mir. Da die Meisterin immer noch die alten Probleme mit Ihrem Rücken hatte, sagte sie zu Beretta, dass sie einen kleineren Spielkameraden bekäme, sie müsse sich noch erkundigen. Als sie eine Hundezeitschrift durchlas, machte es plötzlich KLICK bei ihr und sie wusste, es musste ein Lagotto Romagnolo sein. Also hatte sie bei meiner damaligen Züchterin, Frau Maya Mächler in Frutigen angerufen ob sie mal vorbeikommen könne um die Lagottis anzusehen. Natürlich wollte sie gleich einen Welpen mitnehmen, aber da lag sie falsch. Frau Mächler wollte alles wissen von ihr warum und wieso und, dass man sich besser kennen lernen müsse. So verging ein Jahr bis ein Lagotto für meine Meisterin das Licht der Welt erblickte. Natürlich wollte sie wieder eine Hündin. Die seien viel anhänglicher und verschmuster. Aber nein, es war ein Rüde der meine Meisterin anlachte, das merkte sie aber zuerst gar nicht, weil sie sich in mich mit meinem orangen Monokel ums Auge verguckt hatte.

 Nun war guter Rat teuer.  Eine Kynologin, welche sie begleitete, sagte ihr einfach, nimm den, das ist der Richtige für dich. Das meinte dann auch die Züchterin und so wurde ich ein Mitglied der Kellerhals-Familie. – Als sie mich bei meiner Züchterin abholte hat sie extra ihr Patenkind und ihre Mutter mitgenommen, damit sie sich voll mir widmen könnte auf der Heimfahrt, dabei verschlief ich die ganze Reise. – Als wir zu Hause ankamen, musste ich mich zuerst umsehen wo ich war und ging auf Entdeckungsreise, auch war natürlich nach der langen Fahrt ein Bisi nötig. Da kam ein ganzes Menschenrudel und wollte mich begrüssen. Das machte mich erneut müde und ich schlief auf dem Schoss meiner Meisterin einfach ein.

 Zuerst durfte ich neben dem Bett meiner Meisterin schlafen, aber ab dem 3. Tag sagte sie, dass ich jetzt eine Aufgabe hätte und auf der Laube schlafen und das Haus bewachen soll. Widerwillig fügte ich mich. Dafür war es aber auch nicht langweilig, denn es kamen und gingen immer Leute auf der Strasse nebenan vorbei, welche ich zuerst begrüssen musste. Aber die gaben keine Antwort, also dachte ich, dass ich nur noch was sage, wenn die ganz nahe ans Haus kamen. Ich konnte bald unterscheiden, wer und welches Auto zur Familie gehörte und bei wem ich meine Stimme erheben musste. So wussten die im Haus immer, ob sie nachschauen kommen müssen oder nicht.

 Meine Meisterin ging mit mir in die Schule, wie gesagt so wegen Benehmen etc. und das hat uns so gefallen, dass wir es auch weiterhin machen, obschon ich schon Grosspapa und Jahrgang 1998 habe. Es ist so lässig mit den anderen 4- und 2-Beinern und so lange ich mag machen wir weiter.

 Wir haben vieles zusammen erlebt. Schönes und Trauriges. Schön ist, dass ich mit meiner Meisterin immer mit zur Arbeit darf, dort verpenne ich zwar die ganze Zeit, aber wir sind zusammen. Traurig war, als die Mutter meiner Meisterin starb, ich konnte es fast nicht ertragen und fing an ihrem Bett ganz eigenartig an zu weinen, wie mein Boss es meinte. Denn bei ihrer Mutter durfte ich  f a s t  Alles machen.

 Ein ganz unschönes Erlebnis hatte ich und mein Boss an Weihnachten 2005. Da war sie bei ihrem Bruder eingeladen und ich sollte das Haus bewachen. Hab ich doch gemacht und um Hilfe gerufen habe ich auch, aber sie konnte mich nicht hören. Da kamen fremde Leute ins Haus. Als meine Meisterin nach Hause kam, getraute ich mich gar nicht runter zum Bisi machen, die hatte bis dahin noch nicht geschnallt, dass da Leute im Haus waren, die nicht hingehörten. Also kam sie mich holen und da sah sie die Überraschung, alles ausgeräumt. Ich weiß nicht wer damals mehr schlotterte, sie oder ich. – Dann kamen Männer in Uniform und sahen sich die ganze Unordnung an, erst da fand ich meine Sprache wieder und verbellte sie, dass das ganze Quartier darüber erwachte.

 Wir 2 hatten damals lange ein ungutes Gefühl zu Hause, so, als wenn immer jemand einem über die Schulter schauen würde. Mit der Zeit haben wir das aber hingekriegt. Das Einzige was sich änderte. Ich hatte große Angst alleine auf der Laube zu schlafen und machte einen großen Lärm. Also gestatte mir mein Boss, dass ich ab da ganz nahe neben ihrem Bett schlafen durfte.

 Ja, und jetzt kommt doch mein Boss und meint, dass wir uns doch noch einen Welpen zu uns holen könnten. Dann ist es vorbei mit der Ruhe, deshalb genieße ich die Zeit bis es so weit ist.

 

So, nun ist mein Bericht doch etwas länger geworden, aber ich wollte Euch doch sagen wie’s so zu und her geht bei uns.

 

Livio da Tartòfla und Liliane Kellerhals